Natur Lieben Lernen

Natur- und Tierschutz mit Abenteuer verbinden? Wildnisbildung zeigt, wie spannend Natur sein kann. 

Denken wir an die afrikanische Tierwelt, so haben wir sofort Bilder von Elefanten, Giraffen, Löwen und Nashörnern im Kopf. Der Lebensraum gerade dieser Tiere geht jedoch kontinuierlich zurück. So gibt es heute 40% weniger Giraffen als vor 30 Jahren. Die Löwenpopulation in freier Wildbahn hat sich in den letzten 25 Jahren nahezu halbiert. Jeden Tag werden Schätzungen zufolge 55 Elefanten gewildert und 2019 fielen allein in Südafrika 594 Nashörner der Wilderei zum Opfer. Die Hörner erzielen auf den Märkten in Asien Preise von $160.000-$240.000 pro Horn.

In Südafrika übernehmen Wildnisschulen die Ausbildung für angehende Naturführer. Das Training ist vielschichtig und geht von der Tier- und Pflanzenkunde bis zur Astronomie und dem Überleben in der Wildnis.

Nach ihrer Ausbildung führen die „Field Guides“ Touristen per Geländewagen oder zu Fuß durch die Wildnis und hierbei kommt ihnen eine sehr wichtige Rolle zu: Sie zeigen Reisenden die Schönheit der Natur und der Tierwelt, gleichzeitig können sie auf die Bedrohungen hinweisen und ein Bewusstsein für die Bedeutung der Artenvielfalt schaffen.

Manche Reisende bauen eine tiefere Verbindung zur Natur auf und werden nach der Rückkehr vielleicht sogar zu Natur- und Tierschützern.

So erging es Daniel. Er kam als Tourist nach Südafrika, absolvierte im Folgejahr eine Ausbildung zum Naturführer und begann sich für Nashörner einzusetzen. Als er eines Tages vor Ort mit ansehen musste, wie Tierärzte um das Überleben eines durch Wilderer schwerverletzten Nashorns kämpften, entschied er sich, Nashörner fortan als Anti-Wilderei-Ranger zu beschützen. Der ehemalige Verfahrenstechniker hat seine Berufung gefunden.

Botschafter für die Natur und Tierwelt gesucht

Seit 1970 ist ein Rückgang von 68% der Säugetiere, Vögel, Fische und Amphibien zu verzeichnen, wie aus dem Living Planet Report 2020 hervor geht. Laut einem UN Report sind 1 Millionen Arten vom Aussterben bedroht. Große Tierarten wie Nashörner sind besonders betroffen. Das Aussterben dieser Schlüsselarten kann Ökosysteme zum kollabieren bringen, was unmittelbar Auswirkungen auf uns Menschen hat.

Ein hohes Engagement ist daher gefordert. Natürlich musst du nicht nach Afrika reisen, um Natur und Tierwelt hautnah zu erleben und dich zu engagieren. Auch in Deutschland gibt es einen dringenden Handlungsbedarf zum Artenschutz und Wildnisbildung ist hier ebenfalls möglich (siehe unten).

Selbst zu Hause kannst du sofort aktiv werden: Als Botschafter für die Natur und Tierwelt!
Mehr denn je ist es wichtig, dass wir Demut gegenüber der Natur empfinden und im Einklang mit ihr leben. Wir sind Teil der Natur.

Unser Engagement

Im Rahmen einer praxisnahen Umweltbildung entwickeln wir Programme, die tiefe Einblicke in den Natur- und Tierschutz geben und uns aktiv an Projekten teilnehmen lassen. Somit lernen wir über die Natur und Tierwelt und schützen sie zugleich. Hierzu demnächst mehr auf dieser Webseite. Wenn du dich für diese Programme interessierst, komme gerne auf uns zu.