Sie füllen Dokumentarfilme und sind die Highlights einer Afrika Safari. Elefanten, Löwen, Giraffen und Nashörner stehen ganz oben auf jeder Tour. Doch die Stars des Tierreichs verschwinden vielerorts in Afrika. Werden wir die letzten Generationen sein, die diese Tiere in freier Wildbahn beobachten können?

Vor 100 Jahren gab es noch geschätzte 12 Millionen Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent. Ihre Zahl ist auf ungefähr 415.000 zurückgegangen. Nach Schätzungen sterben täglich 55 Elefanten durch Wilderer, die es auf das Elfenbein abgesehen haben. Durch die wachsende Bevölkerung Afrikas kommt es mehr und mehr zum Konflikt zwischen Mensch und Tier und der Lebensraum der Elefanten verkleinert sich. Prognosen zufolge wird sich die Bevölkerung in Afrika bis 2050 verdoppeln. Wie viel Lebensraum wird den Tieren dann noch bleiben?

Das gilt auch für die Löwen. Ihre Anzahl in freier Wildbahn hat sich in den letzten 25 Jahren auf circa 20.000 Tiere nahezu halbiert. Während die wild lebenden Löwenpopulationen abnehmen, steigt die Anzahl der Löwen in Gefangenschaft. In den letzten Jahren ist zudem die Nachfrage aus Asien nach Löwenknochen, Krallen und Zähnen gestiegen, die diese Tiere zur Zielscheibe von Wilderern werden lässt. Wilderer verwenden häufig Gift, um die Tiere zu töten.

Die Populationen der Giraffen sind in den letzten 30 Jahren um 40% gesunken. Giraffen stehen inzwischen auf der IUCN Liste der bedrohten Tiere. Der Verlust des Lebensraums setzt den Tieren ebenso zu wie die Wilderei.
Ganz oben bei den Wilderern steht jedoch das Nashorn.

Bilder wie diese hier sind leider grausame Realität. Wir haben einen Teil des Bildes abgedeckt, denn auch so wird das Leid des Nashorns nur zu deutlich, dem das Horn mit einer Axt abgeschlagen wurde.
Im südlichen Afrika tobt ein erbitterter Kampf gegen die Nashorn-Wilderei. Weniger als 20.000 Tiere leben in Südafrika, 2/3 der weltweiten Populationen. Die Anzahl der gewilderten Nashörner hatte im Jahr 2014 mit 1215 Tieren einen Höchststand erreicht und ist seitdem rückläufig. Dies liegt jedoch nicht nur an den enormen Anstrengungen, die Tiere zu schützen, sondern auch daran, dass die verbleibenden Tiere nicht mehr so leicht aufzuspüren sind.
Die Hörner erzielen auf den Märkten in Asien Preise von $160.000-$240.000 pro Horn. Zahlreiche Menschen dort glauben an die Heilkraft des Horns, das wie unsere Fingernägel aus Keratin besteht. Für einige betuchte Asiaten ist es zudem hip, Kopfschmerzen nach zu viel Alkoholkonsum (Hangover) mit Nashornpulver zu kurieren.

Der illegale Handel mit Wildtierprodukten umfasst einen Wert von bis zu 20 Milliarden Euro. Das am meisten illegal gehandelte Wildtier ist das Schuppentier (Pangolin), dessen aus Keratin bestehenden Schuppen für traditionelle asiatische Medizin verwendet wird. Um die Schuppen leichter zu entfernen, wird es bei lebendigen Leib gekocht. Gewildert wird häufig auch für das sogenannte Buschfleisch zur Eigenversorgung oder dem Verkauf. Dies betrifft dann viele weitere Wildtierarten, die zumeist mit Drahtschlingen gefangen und erlegt werden.

Seit 1970 ist ein Rückgang von 60% der Säugetiere, Vögel und Fische und Amphibien zu verzeichnen, wie aus dem Living Planet Report 2018 hervor geht. Laut einem UN Report sind 1 Millionen Arten vom Aussterben bedroht. Große Tierarten wie Nashörner werden laut einer Studie davon besonders betroffen sein. Diese Schlüsselarten könnten Ökosysteme zum kollabieren bringen, was unmittelbar Auswirkungen auf uns Menschen hätte.

Es gibt somit dringend Handlungsbedarf, die Wildtiere und ihre Lebensräume zu schützen. Das folgende Video handelt von Leuten, die sich jeden Tag unter Lebensgefahr für die Tiere einsetzen.

Unser Engagement:

  • Wir entwickeln und unterstützen Programme, die vor Ort im südlichen Afrika tiefe Einblicke in den Umwelt- und Tierschutz geben und uns aktiv an Projekten teilhaben lassen. Somit lernen wir über die Natur und Tierwelt und schützen sie zugleich. Hierzu demnächst mehr auf dieser Webseite. Wenn du dich für diese Programme interessierst, komme gerne auf uns zu.
  • Wir setzen uns aktiv gegen die Wilderei im südlichen Afrika ein. Unser Engagement zielt auf die Unterstützung von Tier und Mensch. Ein nachhaltiger Tierschutz gegen Wilderei kann nur gelingen, wenn die lokale Bevölkerung rund um die Reservate von den Tieren profitiert und den Tierschutz unterstützt. Mit Spenden und persönlichem Einsatz verbessern wir vor Ort die Situation für Mensch und Tier und fördern den Einsatz neuer Technologien zur Prävention.